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HYPERCHILL ANWENDUNGEN

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DIE WEININDUSTRIE

Die Weinerzeugung und der Weinverbrauch steigen weltweit kontinuierlich. 2018 wurde die Rekord-Produktionsmenge von 293 Millionen Hektolitern erreicht. Die Weinerzeugung wird weiter von Europa beherrscht, wobei rund 51 % der weltweiten Produktion auf Italien, Frankreich und Spanien entfallen. Eine präzise Prozesskühlung zählt bei der modernen Weinherstellung zu den wesentlichsten Anforderungen. Die Kühlung während verschiedener Produktionsschritte ermöglicht hohe Durchsätze unter Aufrechterhaltung des einzigartigen Geschmacksprofils des Endprodukts. Die Temperaturregelung ist auch bei der Weinkonservierung ein wichtiger Faktor, wenn eine gleichmäßige Qualität benötigt wird, um den Vertrieb des Produkts auf dem globalen Markt zu ermöglichen. Die Hyperchill und Hyperchill Plus Kaltwassersätze bieten eine kostengünstige Lösung, die sich ideal für die anspruchsvollen Kühlungsanforderungen der Weinindustrie eignet.

Präzisionskühlung bei der Weinherstellung

Wein wird seit tausenden von Jahren hergestellt. Es werden zahlreiche traditionelle und moderne Techniken eingesetzt, um die große Vielfalt an Weinprodukten herzustellen, die auf dem Markt angeboten werden. Für die Herstellung von Rot-, Weiß- und Schaumwein gibt es unterschiedliche Verfahren.

Generell kann jedoch die Weinherstellung in 5 Phasen unterteilt werden: Ernte, Stampfen oder Pressen, Gärung, Klärung, Reifung und Abfüllung in Flaschen.

Das folgende Schema zeigt die einzelnen Schritte der Weinverarbeitung sowie in welchen Phasen eine Kühlung erforderlich ist:

Die Temperaturregelung durch Präzisions-Kaltwassersätze kommt bei der Weinherstellung für folgende Prozesse zum Einsatz:
  • Kaltmazeration
  • Regelung der Gärungstemperatur
  • Kaltstabilisierung/Abscheidung von Kaliumbitartrat
  • Kühlung vor der Abfüllung in Flaschen

KALTMAZERATION

Kaltmazerationstechniken kommen oft bei der Herstellung von Rotweinen zur Anwendung. Der Prozess wird vor der Alkoholgärung verwendet und kann die Extraktion von Aromen und Farbstoffen aus den Schalen, Kernen und Ästen von Reben in den Weinmost verbessern. Mit diesem Verfahren hergestellten Weinen wird neben einer reduzierten Herbheit ein fruchtigeres Aroma und eine intensivere Färbung zugeschrieben.

Die Kaltmazeration kann mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden. Die erforderliche Kälteleistung lässt sich mit Präzisions-Kaltwassersätzen in Verbindung mit Röhrenwärmetauschern oder ummantelten Bottichen erzielen. Die Kaltmazeration erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von zwei bis sieben Tagen bei 4 bis 15 °C.

GÄRUNG

Die Kontrolle der Temperatur des Weinmosts während des Gärungsprozesses ist bei der Herstellung von hochwertigen Weinen von grundlegender Bedeutung. Die Alkoholgärung ist eine exotherme chemische Reaktion, bei der die natürlichen Zucker mithilfe von Hefe in Alkohol umgewandelt werden.

Die optimalen Gärungstemperaturen reichen von 18 °C bis 20 °C für Weißweine und bis 25 °C für Rotweine. Wenn die überschüssige Wärme nicht abgeleitet wird, kann die Prozessgärung zum Stillstand kommen. Dies kann zu einem mangelhaften Geschmacksprofil mit hohem Zuckergehalt führen. Außerdem werden dann zusätzliche Additive wie Schwefeldioxid benötigt, um den Wein vor dem Verderb während der Lagerung zu bewahren.

Präzisions-Kaltwassersätze werden in der Regel verwendet, um die Kühlflüssigkeit zu Spiralwicklungs- oder Mantelwärmetauschern im Gärungstank zu befördern. Das folgende Schema zeigt eine typische Anlage:

Kaltstabilisierung/Abscheidung von Kaliumbitartrat

Bei niedrigen Temperaturen kann ein natürlicher Bestandteil, der als Kaliumbitartrat bezeichnet wird, aus dem Wein auskristallisieren und Ablagerungen in der Flasche hinterlassen (sog. Weinstein). Die Kristalle werden in hochwertigen Produkten als unerwünschte Komponente angesehen.

Die Kaltstabilisierung erfolgt oft direkt vor der Abfüllung, um überschüssiges Kaliumbitartrat abzuscheiden. Der Wein nahe an den Gefrierpunkt heruntergekühlt und für bis zu 48 Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Die niedrigen Temperaturen führen dazu, dass das Kaliumbitartrat sich absetzt, sodass es vor der Abfüllung ausgefiltert werden kann.

Das folgende Schema zeigt eine typische Anlagenkonfiguration für die Entfernung von Kaliumbitartrat:

WARUM PARKER KALTWASSERSÄTZE?

Die Hyperchill und Hyperchill Plus Kaltwassersätze bieten einen sicheren und zuverlässigen Betrieb unter variablen Betriebsbedingungen, wie z. B. im Brauereiwesen und bei der Destillation.

Die Designmerkmale der Parker Produkte können Anwendern im Brauereiwesen und in der Destillationsindustrie erhebliche Vorteile bieten. Die wichtigsten Merkmale und Vorteile für die Industrie sind wie folgt:

  • Die Konfiguration mit einem großzügig bemessenen Wassertank in Verbindung mit einem überdimensionierten Kondensator/Verdampfer ermöglicht es dem Kaltwassersatz, seine Kälteleistung auch bei schnellen Veränderungen der Last und der Wassertemperatur aufrechtzuerhalten.
  • Hohe Zuverlässigkeit mit Energiemanagement zur Senkung der Gesamtbetriebskosten.
  • Optionen für niedrige Wassertemperaturen (bis zu -10 °C) zur verbesserten Kühlung erhältlich.
  • Edelstahlgehäuse und IP-Schutzart ermöglichen den problemlosen Betrieb in von Feuchtigkeit und Nässe geprägten Brauereiumgebungen.
  • Die Kaltwassersätze sind voll kompatibel mit Glykol-/Wasser-Gemischen für anspruchsvolle Anwendungen wie die Würzekühlung.