KÜHLPROZESS

KÜHLUNG IN DER INDUSTRIE

Im industriellen und kommerziellen Sektor gibt es die unterschiedlichsten Kälteanforderungen. Kälteanwendungen lassen sich generell in zwei Gruppen unterteilen:

Prozesskühlung

Diese Art Kühlung wird verwendet, wenn eine präzise und konstante Kontrolle der Temperatur in einem Prozess benötigt wird. Präzisions-Kaltwassersätze kommen weithin wegen ihrer Fähigkeit zum Einsatz, unabhängig von Veränderungen der Umgebungstemperatur, der Wärmelast und der Durchflussanforderungen der Anwendung eine gleichmäßige Kälteleistung zu erzielen.

Kälte-Klimatechnik

Diese Art Kühltechnologie regelt die Temperatur und die Feuchtigkeit in einem Raum. Die Technologie ist in der Regel einfach und wird für Kühlräume, elektrische Schaltschränke oder andere Orte verwendet, an denen die Temperaturregelung nicht präzise und konstant sein muss. Zu dieser Technologiegruppe zählt auch die Klimatisierung.

MARKTVOLUMEN DER KÄLTEINDUSTRIE

Der weltweite Kältemarkt bietet ein enormes Potenzial und wächst jedes Jahr beständig. Das Gesamt-Marktvolumen für Kühlung wird für 2019 auf $181 Mrd. geschätzt. Für diesen Markt wird bis 2024 ein Wachstum von $251 Mrd. erwartet, was einer kumulierten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,8 % entspricht.

Auf die Prozesskühlung entfallen rund 35 % des gesamten Marktes. Das Gesamtvolumen des erschließbaren Marktes bietet Parker und seinen spezialisierten Handelspartnern enorme Chancen für Wachstum und gemeinsamen Erfolg.

WAS IST PROZESSKÜHLUNG?

In ihrer einfachsten Form kann die Prozesskühlung wie folgt definiert werden:
Prozesskühlung ist die Ableitung unerwünschter Wärme aus einem Prozess.
Die Abführung unerwünschter Wärme ist oft erforderlich, um die sichere, effiziente und zuverlässige Fortsetzung des Prozesses zu ermöglichen.

WARUM PROZESSKÜHLUNG?

In zahlreichen industriellen Prozessen ist ein sorgfältiges Management der Wärmelast erforderlich. Verschiedene Aspekte der Gesamtanwendung können eine Kühlung erfordern.

Zu den wichtigsten Kühlungsanwendungen zählen:

DIREKTKÜHLUNG EINES PRODUKTS

  • Kunststoff während des Formungsprozesses
  • Metallprodukte während der Bearbeitung

KÜHLUNG EINES SPEZIFISCHEN PROZESSES

  • Biergärung
  • Chemische Reaktionsgefäße

MASCHINENKÜHLUNG

  • Kühlung von Hydraulikkreisen und Getrieben
  • Schweißmaschinen und Laserschneidanlagen
  • Öfen für die Wärmebehandlung

In zahlreichen Prozessen hängt die Integrität des Endprodukts und des Prozesses selbst von einem präzisen Wärmemanagement ab.

Die wichtigsten Zielsetzungen bei der Kühlung sind wie folgt:

WARUM KALTWASSERSÄTZE FÜR DIE PROZESSKÜHLUNG?

Präzisions-Kaltwassersätze lassen sich in die meisten Anwendungen einfach integrieren. Ein Kaltwassersatz nutzt zur Ableitung der Wärmelast einen Kältemittelkreis, der die Wärme an die von der Anwendung zurückfließende Kühlflüssigkeit überträgt (Wasser oder Glykolgemisch).

Präzisions-Kaltwassersätze können unter verschiedensten Umgebungsbedingungen und bei variablen Lasten eingesetzt werden, sodass sie sich ideal für eine effiziente Prozesskühlung eignen. Zu den Vorteilen von Kaltwassersätzen für die Prozesskühlung zählen:

Aufrechterhaltung einer konstanten und präzisen Regelung der Prozesstemperatur

Die Kühlflüssigkeit kann direkt zur Wärmequelle der Anwendung geleitet werden

Die Kühlung ist von den Umgebungsbedingungen unabhängig

Minimierung der potenziellen Kontamination des Prozesses durch einen geschlossenen Wasserkreislauf

Die Kühlflüssigkeit wird umgewälzt, was das Abfallaufkommen und die Kosten reduziert

Modulares Design, das Erweiterungsmöglichkeiten bietet

Hohe Wärmetauschleistung

Wasser ist in den meisten Industrien eine jederzeit verfügbare und kostengünstige Ressource

Möglichkeit zur Integration in vorhandene freie Kühlsysteme