R Rohre/Rohrbogen R3 Katalog 4100/DE 2. Prüfungen und Bescheinigungen Alle Rohre werden einer zerstörungsfreien Dichtigkeitsprüfung unterzogen und zum Nachweis entsprechend gekennzeichnet. Die Kennzeichnung ersetzt ein Werkszeugnis DIN EN 10204-2.2. Für Rohre aus 1.4571 gilt Prüfklasse 1 DIN EN 10216-5 Tabelle 7. 3. Empfohlene Biegeradien Für das Kaltbiegen von Rohren mit Biegevorrichtungen oder von Hand wird ein Biegeradius von 3× Rohraußendurchmesser empfohlen. 4. Schweißeignung und Schweißbarkeit Rohre aus E235N sind nach den bekannten Verfahren gut schweißbar. Rohre aus Werkstoff 1.4571 sind für die Lichtbogenschweißung geeignet. Der erforderliche Schweißzusatz ist nach DIN EN 1600 und DIN EN 12072 Teil 1 unter Berücksichtigung des Verwendungszwecks und des Schweißverfahrens auszuwählen. 5. Näherungsweise Berechnung des Durchflusswiderstandes gerader Rohrleitungen Der Durchflusswiderstand und damit der Rohrleitungswirkungsgrad wird durch den Rohrinnendurchmesser, den Volumenstrom (gemessen oder berechnet) sowie durch die Eigenschaften des Mediums beeinflusst. Um möglichst geringe Verluste im Rohrleitungssystem zu haben, ist weitgehendst laminare Strömung anzustreben. Der Übergang von der laminaren zur turbulenten Strömung, die einen erhöhten Durchflusswiderstand bringt, wird allgemein durch die Reynolds-Zahl Re 2320 definiert. Da der Übergang nicht scharf abgegrenzt ist, kann der Übergangsbereich praktisch nur messtechnisch erfasst werden. Setzt man für eine vereinfachte Berechnung den Übergang bei Re 2320 und die Rohrinnenfläche als „technisch glatt“ voraus, so lassen sich die Grenzgeschwindigkeiten w krit bzw. die Grenzvolumenströme · V krit, bei denen der Übergang von der laminaren zur turbulenten Strömung erfolgt, nach den folgenden Formeln abschätzen: Zur näherungsweisen Berechnung des Druckabfalls in bar/1 m Rohrlänge können die nachfolgenden Formeln herangezogen werden: 1. Laminarer Bereich: 2. Turbulenter Bereich: w = Strömungsgeschwindigkeit in m/s; υ = kinemat. Viskosität in mm2/s; q = Volumenstrom in l/min.; ρ = Dichte des Mediums in kg/m3; di = Rohrinnendurchmesser in mm. Detailliertere Berechnungen des Durchflusswiderstands setzen eine genaue Kenntnis des Rohrleitungssystems und der Betriebsbedingungen voraus. Weitergehende Berechnungsmethoden sind der einschlägigen Literatur zu entnehmen. Angaben zu EO-Rohren 1. Stahlsorten, mechanische Eigenschaften, Ausführungsart EO-Stahlrohre Stahlsorte Zugfestigkeit Streckgrenze Bruchdehnung Ausführungsart Rm ReH A5 (längs) Feinkorngüte E235N 340 N/mm2 min. 235 N/mm2 min. 25% min. Nahtlos kaltgezogen, blank geglüht, nach EN 10305-4 49.000 lb/in2 34.000 lb/in2 DIN EN 10305-1 und 4 (St. 37.4 gemäß DIN 1630/DIN 2391, alte Bezeichnung) EO-Rohre aus nichtrostenden Stählen Stahlsorte Zugfestigkeit 1% Dehngrenze Bruchdehnung Ausführungsart Rm A5 (längs) Werkstoff Nr. 1.4571 X6CrNiMoTi17122 500 N/mm2 min. 72.500 lb/in2 245 N/mm2 min. 35.500 lb/in2 35% min. Nahtlos kaltgezogen, zunderfrei, wärmebehandelt, entspr. DIN EN 10216-5 Tab. 6 wcrit. = 2.32 · υ di [m/s] qv, crit. = 0.109 · di · υ [l/min] di = Innen-Ø in mm υ = kinematische Viskosität in mm2/s pv= 0.32 · w · υ · ρ di 2 ·103 = 6.79 · qv · υ · ρ di 4 ·103 [bar/1 m] pv= 0.281 · w1.75 · υ0.25 · ρ di 1.25 ·103 = 59 · qv 1.75 · υ0.25 · ρ di 4.75 ·103 [bar/1 m]
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