A B C F D G E Funktion der Verschraubungen A4 Katalog 4100/DE EO-PSR: Progressiver Stop-Ring für Stahl Verschraubungen Vor dem Anzug der Überwurfmutter Nach dem Anzug der Überwurfmutter Einleitung Das weltweit etablierte Hochdruck-Verschraubungssystem zeichnet sich durch höchste Druckbeständigkeit und ToughShield Plus Oberflächenschutz mit deutlich höherer Korrosionsresistenz aus. Die Erfindung des Schneidring-Systems gelang dem Gründer des Hauses Parker Ermeto bereits Ende der 20er Jahre. 1934 wurde diese Idee patentiert und ist heute so bewährt wie am ersten Tag. In Bezug auf Qualität, Zuverlässigkeit, Funktionssicherheit und Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten ist das Prinzip der Parker Ermeto Schneidring-Verschraubung bis heute weltweit führend. Dieser Erfolg ist zurückzuführen auf die permanente Weiterentwicklung aller Komponenten; so hat der erste Schneidring von Parker Ermeto mit dem aktuellen, multifunktionalen EO-PSR, dem Herz der EO-PSR Verschraubung, nur noch wenig Ähnlichkeit. Die EO-PSR Verschraubung wird den wachsenden Anforderungen der modernen Hydraulik-Technik gerecht. Insbesondere gilt dies in Fällen, in denen die Systeme extrem hohen Belastungen ausgesetzt sind. EO-PSR ist eine metrische Konstruktion und entspricht den etablierten Normen für 24° Schneidringverschraubungen, wie z. B. ISO 8434-1, DIN 2353, oder DIN 3861. EO-PSR Verschraubungen sind in den Baureihen L und S lieferbar. Der EO-PSR (Progressive Stop Ring) ist für Stahl-Verschraubungen erhältlich. Für Edelstahl-Anwendungen wird der EOProgressivring DPR71 verwendet und der Schneidring D für Messing- sowie Verschraubungen der LL-Baureihe. Die Funktion der EO-PSR Verschraubung EO-PSR Verschraubungen stellen leckagefreie Verbindungen von Rohrleitungen und Komponenten in Hydraulik-Systemen her. Durch seine spezielle Geometrie dringt der EO-PSR definiert ins Rohr ein und gewährleistet somit die Dicht- und Haltefunktion. Das progressive Einschneiden des Ringes ist dadurch gekennzeichnet, dass während der Montage die vordere Schneide (A) bereits begonnen hat, in das Rohr einzudringen, bevor die zweite Schneide (B) zum Eingriff kommt. Ist der funktionell vorgesehene Einschnitt der beiden Schneiden erreicht, wird ein weiterer Vorschub durch die Stoppkontur (C) und den Übermontageschutz (D) ausgeschlossen. Zusätzlich erlaubt die spezielle Rändelung am Bundanfang des EO-PSR eine Montagezustandskontrolle. Durch die Geometrie der beiden Schneiden sowie durch die Stoppkontur werden auftretende Kräfte auf der gesamten Konuslänge günstig übertragen. Diese Verteilung der Kräfte und die speziell ausgebildete Innenkontur am Bundende (E) des Ringes bewirken bei Biegewechsel-Beanspruchungen eine erhöhte Sicherheit. Schwingungen werden dadurch bereits beim Eintritt in den Ring gedämpft. Die Stoppkontur sowie der Übermontageschutz bewirken bei der Montage einen progressiven Anstieg der Anzugskräfte bis zu einem spürbaren Festpunkt (Montagefixpunkt). Nach Beendigung der Montage muss der sichtbare Bundaufwurf (F) den Raum vor der ersten Schneide ausfüllen. Ein leichtes Auffedern des Ringes (G) ist erwünscht. Durch diesen Feder-Effekt werden Biegeschwingungen und das Setzverhalten im Gewinde der Überwurfmuttern dauerhaft kompensiert.
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